Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz
in der hausärztlichen Praxis
am 10. Juni 2026 von 15:00 – 18:30 Uhr
Die Nachfrage nach Suizidassistenz hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2020 spürbar zugenommen. Insbesondere Hausärzt:innen sind häufig die ersten Ansprechpartner, wenn Patient:innen mit dem Thema an sie herantreten. Viele Ärztinnen und Ärzte sind jedoch unsicher und teilweise von der Annahme überzeugt, dass Suizidassistenz generell verboten sei.
Um Ihnen mehr Sicherheit und Klarheit im Umgang mit solchen Anfragen zu geben, laden wir Sie herzlich zu einem praxisorientierten Workshop ein. Ziel ist es, Ärzt:innen mit den neuesten rechtlichen Entwicklungen und der DEGAM S1-Leitlinie Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in der hausärztlichen Praxis vertraut zu machen. So können Sie im Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in Ihrer Praxis handlungsfähig und sicher auftreten.
Die DEGAM fordert, Gespräche darüber sollten „ergebnisoffen“ sein. In der Fachpresse taucht stattdessen oft die Forderung nach mehr Suizidprävention auf. Aber wie soll diese aussehen? Nur wenn Ärzt:innen Kenntnis von Suizidgedanken haben, können sie in der Suizidprävention etwas erreichen. Um diese Gespräche aber auch ergebnisoffen zu führen, sollten sie nicht nur die Rechtslage kennen und erklären können. Sie sollten auch den Aufwand und Ablauf eines assistierten Suizids kennen und nötigenfalls beschreiben können.
Es werden sowohl Fälle von Suizidprävention als auch Fälle von assistierten Suiziden besprochen.
Inhalt
- Autonomie, Recht und Berufsrecht im Zusammenhang mit Suizidassistenz
- Vorstellung der DEGAM S1-Leitlinie zum Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in der hausärztlichen Praxis
Wissenschaftlicher Leiter und Referent
Dr. med. Rudolf Wolter
niedergelassener Allgemeinarzt,
Zusatzweiterbildung Palliativmedizin, Camburg
Programm
15:00 – 15:45
15:45 – 16:30
16:30 – 16:45
16:45 – 17:30
17:30 – 18:30
Teil 1: Autonomie, Recht und Berufsrecht
Teil 2: Vorstellung der DEGAM S1-Leitlinie.
Wie geht man sicher mit der Nachfrage nach Suizidassistenz um?
Pause
Teil 3: Suizidprävention und ärztlich assistierter Suizid: Fälle in der Praxis
Teil 4: Fragen der Teilnehmenden und Diskussion
Teilnehmer:innen: Max. 25 Personen
Veranstaltungsort: Online
Der Zugangslink wird nach der Anmeldung, einige Tage vor der Fortbildung, zugesandt.
Gebühr: 75 €
Anerkennung CME-Fortbildungspunkte
Die Fortbildung ist von der Akademie für Ärztliche Fortbildung in Rheinland-Pfalz anerkannt.
4 Punkte
Die Veranstaltung erhält kein Sponsoring.
Auskunft
Ulla Bonnekoh, Geschäftsführerin Infopunkt.Sterbehilfe UG
Telefon: 06347 98 27 638
E-Mail: u.bonnekoh@infopunkt-sterbehilfe.de
Anmeldung
Anmeldung bei der LÄK Rheinland-Pfalz
Per Mail: r.konermann@infopunkt-sterbehilfe.de
Per Fax: 06347 98 21 004

